Bienenrettung: Was kann ich tun?

Uns ist es sehr wichtig, etwas gegen das Artensterben von Bienen zu unternehmen. Als offizielle Bienenpat:innen des Bienenretter® Bildungsprojektes engagieren wir uns mit MATHILDA aktiv für die Rettung der Bienen. Nachfolgend verraten wir dir, was du persönlich für die Bienenrettung tun kannst. Kleiner Spoiler: Du kannst schon mit kleinem Aufwand Großes bewirken.   

MATHILDA ist Bienenpat:in beim FINE e.V.

Was ist der Unterschied zwischen Honig- und Wildbienen?

Wenn von Bienen die Rede ist, denken viele Menschen automatisch an Honigbienen. Doch bei Bienen unterscheidet man zwischen Honigbienen und Wildbienen. Die Honigbiene lebt in Völkern und sammelt vor allem den Nektar von Pflanzen. Sie lebt im Bienenstock und fliegt auf der Suche nach Nektar schon mal bis zu 10 Kilometer von diesem weg. Die Wildbiene lebt hingegen in der Regel alleine und sammelt vor allem Blütenstaub von Pflanzen. Sie benötigt je nach Art einen besonderen Nistplatz. Außerdem entfernt sie sich nur bis zu 300 Meter von diesem Platz. Die Wildbiene fliegt beispielsweise auch herum, wenn es Honigbienen zu nass oder zu kalt ist. Und sie bestäuben Pflanzen, die Honigbienen nicht bestäuben können.

Was macht Bienen so wichtig?

Zusammen bestäuben Honig- und Wildbienen etwa 80% unserer Wild- und Nutzpflanzen in Deutschland. Etwa ein Drittel unserer Lebensmittel sind von der Bestäubung durch die Biene abhängig. Erdbeeren, Äpfel, Himbeeren, Kirschen und Birnen sind nur einige Beispiele für Obstsorten, die besonders von der Biene abhängig sind. Auch viele Gemüsesorten werden von Bienen bestäubt, etwa Gurken, Tomaten, Paprika und Bohnen. Und nur wenn Pflanzen bestäubt werden, gibt es auch genügend Beeren und Samen, damit Vögel sich davon ernähren können. Du siehst also, dass Honig- und Wildbienen eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem spielen. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass es den Bienen gut geht.

Warum geht es den Bienen schlecht?

Es stehen momentan schätzungsweise 300 von 560 Wildbienenarten auf der Roten Liste. Dies liegt vor allem daran, dass die Nistmöglichkeiten immer weiter zurückgehen, da Totholz entfernt wird und Flächen versiegelt werden. Auch Monokulturen in der Landwirtschaft tragen dazu bei, dass das Nahrungsangebot für Wildbienen immer weiter abnimmt. Ein weiterer Grund ist auch der Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln, die im schlimmsten Fall tödlich für Bienen sein können.

Was kann ich konkret für das Wohl der Biene tun?

Wichtig ist, dass das Nahrungs- sowie Nistplatzangebot wieder deutlich ansteigt. Zur Bienenrettung kannst du folgendes tun:

Nistplätze schaffen

Richte eine Ecke deines Gartens mit totem Holz und offenen Bodenflächen ein. Oder befülle auf deinem Balkon einen Blumenkasten mit Sand. So schaffst du mit wenig Aufwand wunderbare Lebensmöglichkeiten für Wildbienen.

Eine besonders hilfreiche Idee ist die des Insektenhotels. Dieses kannst du ganzeinfach selber bauen – in den Maßen, die auf deinen Balkon oder in deinen Garten passen. Schon waagerecht gebohrte Löcher in Laubhölzern bieten eine gute Zuflucht. Darüber hinaus kannst du auch lange Stängel von einem Brombeerstrauch senkrecht an deinem Balkon oder Gartenzaun befestigen.

Nahrungsangebot erhöhen

Pflanze bienenfreundliche Blumen: z.B. Lavendel, Steinkraut, Kapuzinerkresse, Frühlingsthymian, Akelei, Rittersporn, Malve, Löwenmäulchen, Krokus, Oregano und Eisenhut.

Auch Kräuter sind bei Bienen beliebt, z.B. Bohnenkraut, Minze, Salbei, Thymian, Rosmarin und Schnittlauch.

Gehölze sind ebenfalls perfekt für Bienen: z.B. Liguster, Weißdorn, Efeu und Vogelbeere.

Beerensträucher bieten Blütenstaub und Nektar in großen Mengen: z.B. Himbeere, Stachelbeere, Johannisbeere und Brombeere.

Ausschließlich torffreie Blumenerde nutzen

Wenn du auf deinem Balkon oder in deinem Garten Blumen pflanzt, nutze bitte ausschließlich torffreie Blumenerde. Denn durch den Abbau von Torf werden Moore zerstört und die dort lebenden – zum Teil seltenen – Tierarten sterben.

Giftnutzung nicht unterstützen

Kaufe dein Obst- und Gemüse vorrangig aus biologischem Anbau. So kannst du sicher sein, dass keine giftigen Substanzen verwendet wurden, die für Bienen und andere Tierarten tödlich sind.

Kaufe bei regionalen Imker:innen

Kaufe deinen Honig bei Imker:innen aus deiner Umgebung und unterstütze so diese wichtige Arbeit sowie den Erhalt der Artenvielfalt.

Unterstütze wichtige Projekte zur Bienenrettung

Wenn du über diese Tipps hinaus noch mehr für Bienen tun willst, freuen sich viele wichtige Vereine und Projekte zur Rettung der Bienen über deine Unterstützung. Informiere dich doch beispielsweise gerne beim Bienenretter® Bildungsprojekt, inwieweit du dort helfen kannst. Oder kontaktiere Projekte in deiner Umgebung.

Zeige uns gerne mit der Verlinkung #BienenrettenmitMATHILDA deine Taten zur Bienenrettung. Wir sind gespannt und bedanken uns schon jetzt für dein Engagement!